Inhalt
Blimund schuftet in einer ›Trapiche‹, einer traditionellen Vorrichtung zum Zerkleinern von Zuckerrohr. Der Stier läuft unaufhörlich im Kreis. Als er die Bedingungen seiner Existenz erkennt, flieht er, befreit sich, rebelliert.
Der Name Blimund setzt sich im Kreolischen, der Sprache der Kap Verden, zusammen aus ›bli‹ (rühren, schütteln, rasseln) und ›mund‹ (Welt). Der Ochse erschüttert also die Welt, bringt Dinge zum Klingen und in Bewegung. Einem zerbrechlichen Jungen gelingt schließlich, mit der Verführungsgewalt der Musik, was niemand vermag: Blimund einzufangen.
Die Choreografin Marlene Monteiro Freitas greift diese Volkserzählung aus ihrer Heimat auf und verwebt sie mit Mythen aus aller Welt, in denen ein Stier zur Hauptfigur wird. Wie in einem Wandteppich verflechten sich so verschiedene Fäden zu einer großen Erzählung. Dabei untersucht die Aufführung mit den Mitteln des Körpers und der Bühne veränderte Bewusstseinszustän-de und erkundet zyklische und labyrinthische Formen.
Besetzung
Choreografie Marlene Monteiro Freitas
Künstlerische Mitarbeit Martin Valdés Stauber
Eine Produktion von P.O.R.K / Marlene Monteiro Freitas
Uraufführung
Koproduktion von Tanz Köln mit der Volksbühne Berlin