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Drei Meisterwerke

Ballett Basel

Choreografien von Jiří Kylián, Hans van Manen, Marco Goecke

Le Spectre De La Rose von Marco Goecke, Ballett Basel

Jiří Kylián ist eine der legendären Persönlichkeiten der internationalen Tanzszene. Über drei Jahrzehnte prägte er das künstlerische Profil des Nederlands Dans Theaters, das sich unter seiner Leitung zu einer der besten zeitgenössischen Tanzkompanien der Welt entwickelt hat. Was Kyliáns Choreografien eint, ist ihre schmerzliche Schönheit und eine Leichtigkeit der Bewegungen, die mit tiefer Musikalität, expressiver Emotionalität und ergreifender Innerlichkeit einhergeht. In BELLA FIGURA (1995) unternimmt Kylián eine faszinierende Zeit- und Denkreise, auf der er sich einmal mehr mit grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz auseinandersetzt und die festgefahrenen Grenzen zwischen Traum und Realität, zwischen Schein und Sein zu überwinden sucht. Zu einer Mischung aus alter und neuer Musik – Vivaldi, Pergolesi, Lucas Foss – lässt das längst zum Weltrepertoire gehörende Werk atemberaubende Duette, Trios und Quartette zusammenfinden.

 

Der niederländische Choreograf Hans van Manen verbindet zwei sehr unterschiedliche Musikstücke zu einem sinnlichen, eleganten und komödiantischen Duett miteinander: Zum titelgebenden melancholischen Blues-Song von J.J. Cales und Strawinskys ausgelassener CIRCUS POLKA schuf er 1996 den Auftakt zu einem seiner berührendsten Tänze in der langen Liste seiner Meisterwerke. Mit Augenzwinkern betrachtet der erst kürzlich verstorbene Großmeister des zeitgenössischen Balletts in THE OLD MAN AND ME das Älterwerden eines Paares, lässt es aber auch gefühlvoll die gemeinsamen Erinnerungen Revue passieren.

 

Marco Goecke, seit der Spielzeit 25/26 der kreative Kopf des Balletts am Theater Basel, steuert seine Interpretation von LE SPECTRE DE LA ROSE bei. Bereits mit seiner Uraufführung 1911 avancierte das Werk von Mikhail Fokine zu einem Klassiker, dessen Faszination bis heute nachwirkt. Erzählt wird der poetische Traum eines Mädchens, das vom Geist einer Rose zum Tanz verführt wird. Goeckes Lesart erschafft eine geheimnisvolle Welt voller Liebessehnsucht zur Komposition von Carl Maria von Weber.

 

Bella Figura

 

Choreografie Jiří Kylián
Musik Lukas Foss, V. Lento aus: ›Salomon Rossi Suite‹ (1975) / Giovanni Battista Pergolesi, I. ›Stabat mater dolorosa‹ aus: ›Stabat mater‹ (1736) / Lukas Foss, III. Andante aus: ›Salomon Rossi Suite‹ (1975) / Alessandro Marcello, II. Adagio aus: Konzert für Oboe und Streicher d-Moll (um 1717) / Antonio Vivaldi, Andante aus: Konzert für zwei Mando-linen und Streicher G-Dur RV 532 (um 1740) / Giuseppe Torelli, Concerto grosso g-Moll op. 8 Nr. 6 (um 1709) / Giovanni Battista Pergolesi, XII. ›Quando corpus morietur‹ aus: ›Stabat mater‹
Einstudierung Ken Ossola, Madoka Kariya, Cora Bos-Kroese
Bühne & Lichtkonzept Jiři Kylian
Kostüme Joke Visser
Lichtdesign Kees Tjebbes
Licht- und Bühnentechnik (Realisierung) Eric Blom
Uraufführung 12.10.1995, »Nederlands Dans Theater 1« im AT&T Theater, Den Haag

 

The Old Man and Me

 

Choreografie Hans van Manen
Musik J.J. Cale ›The Old Man and Me‹ / Igor Strawinsky ›Circus Polka für Orchester‹ / Wolfgang Amadeus Mozart ›Klavierkonzert Nr. 23 in A-Dur, KV 488: Adagio‹
Einstudierung Feline van Dijken
Bühne und Kostüme Keso Dekker
Lichtdesign Joop Caboort
Technische Realisierung Eric Blom
Uraufführung 29.2.1996, »Nederlands Dans Theater 3«, Den Haag

 

Le Spectre de la Rose

 

Choreografie Marco Goecke
Musik Carl Maria von Weber ›Aufforderung zum Tanz, Rondo brillant Des-Dur op. 65, 260‹ (1819), ›Der Beherrscher der Geister, Overture, op. 27, J. 122‹ (1811)
Einstudierung Giovanni Di Palma
Kostüme Michaela Springer
Lichtdesign Udo Haberland
Dramaturgie Nadja Kadel
Choreografische Uraufführung 14.7.2009, »Les Ballets de Monte-Carlo«,
Terrasses du Casino de Monte-Carlo

Termine

Ort

Opernhaus

Dauer

1 h 55 min mit Pause