Rambert

»Rambert« (ehemals »Ballet Rambert« bzw. »Rambert Dance Company«) ist die älteste britische Tanzkompanie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts als klassische Ballettkompanie von Marie Rambert gegründet, übt sie einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Tanzes in Großbritannien aus und ist bis heute eines der bekanntesten zeitgenössischen Ensembles.
Von 1926 an präsentiert »Rambert« kleine Produktionen von unbekannten Choreograf*innen. Während des zweiten Weltkriegs tourt die Kompanie durch Fabriken, Militärlager und die Peripherien und tritt später in den großen Londoner Theatern auf. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts konzentriert sie sich auf zeitgenössische Werke, die verschiedene Kunstformen verknüpfen, wie beispielsweise Merce Cunningham, Trisha Brown und Lucinda Childs. Mark Baldwin, künstlerischer Leiter von 2002-2018, beauftragt u.a. Choreograf*innen wie Karole Armitage, Rafael Bonachela und André Gingras für »Rambert« zu kreieren. Unter seiner Leitung wird die Kompanie mit zwei »Olivier Awards« und dem »Theatre Award for Achievement« in Tanz ausgezeichnet. Außerdem gelingt es ihm, 19 Millionen GBP aufzubringen, um ein zweckbestimmtes Haus an der Londoner South Bank für die Kompanie zu errichten. Es wird 2013 eröffnet und 2014 mit dem »RIBA NationalAward« ausgezeichnet. 2019 übernimmt Benoit Swan Pouffer, ehemaliger Leiter des »CedarLake Contemporary Ballet« die künstlerische Leitung von »Rambert«. Als eine der diversesten Kompanien der Welt möchte sie aufregende, mutige und radikale Ideen umsetzen, wo immer sie herkommen, und sich mit Zuschauer*innen und Kollaborateur*innen aus allen Bereichen über verschiedene Plattformen verbinden.
Unter den Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erkundet »Rambert« die neuen Möglichkeiten, zu denen sie online einladen kann. Für 2021 hat die Kompanie drei neue Kreationen in Auftrag gegeben, die speziell von ihren Londoner Studios live in die Welt übertragen werden. Anstatt eine Show auf einer Bühne zu spielen und nur abzufilmen, werden Stücke erarbeitet, die von Anfang an mit den Kameras verbunden sind, und damit eine ganze Welt voller neuer Erfahrungen eröffnet. Es handelt sich also nicht um nur qualitativ hochwertige Sendungen. Ein Publikumserlebnis soll ausgelotet werden, das in einem Theater niemals erreicht werden kann.
Ein verrückt ehrgeiziger Triumph von Logistik und Produktion, der die aktuellen Beschränkungen berücksichtigt, anstatt von ihnen eingeschüchtert zu werden. (Der Telegraph)
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