Traces

Ultima Vez

Inhalt

Auch in dieser Spielzeit sind der Belgier Wim Vandekeybus und sein Ensemble »Ultima Vez« bei uns zu Gast. Das neue Stück heißt »TRACES« und hat im Dezember 2019 innerhalb des Festivals »Europalia Romania« Premiere.

In seinen bisherigen Arbeiten setzt Vandekeybus sich oft mit dem Konflikt zwischen Zivilisation und Natur auseinander. Die Stadt stellt für ihn den Höhepunkt der vom Menschen geschaffenen Kultur dar, die menschliche Bewegung jedoch findet in einem labyrinthischen Gefängnis statt. Vandekeybus war schon immer fasziniert von der Peripherie städtischer Kultur und ist stets auf der Suche nach einer »Authentizität«, die sich Beschreibungen entzieht und sich in volkstümlichen Traditionen, gefährlichen Situationen und instinktiven körperlichen Reaktionen verbirgt.

In seinem neuen Stück konzentriert sich Vandekeybus auf die Darstellung der Natur selbst. Dafür hat er sich von den Urwäldern Rumäniens inspirieren lassen, insbesondere von den mythischen Karpaten. Sie gelten als letzte vollständig unberührte Wildnis im Herzen Europas, mit vielen einzigartigen Pflanzen sowie großen Braunbär-, Wolfs- und Luchspopulationen. Die Nähe zu Transsilvanien lässt sofort an Graf Dracula, an Vampire und Werwölfe denken. Es ist kein Zufall, dass all diese Wesen sich irgendwo zwischen Mensch und Tier, zwischen Stadt und Wildnis befinden. In »TRACES« folgt Vandekeybus seinen eigenen Spuren, kehrt wieder zurück zu seinen Wurzeln, zum reinen Tanz und der Musik, mit ihren Rhythmen und Impulsen. Die Sprache klammert er ganz bewusst aus. Fabeln waren zwar in der Vergangenheit wichtig für ihn, aber sie haben dem Körper doch auch immer einen strikten Rahmen gesetzt, ein Gefängnis von Bedeutungen und erzählerischen Wendungen, die die Freiheit der Bewegung einschränken. Er emanzipiert sich von dieser »Außenwelt« und stellt sich ganz andere Fragen: Wie viel Natur lebt noch im Mensch? Wie viel Tier? Er möchte zurück zur »inneren Geschichte«, zurück zum Drama der Triebe und Instinkte, das älter als Sprache ist und über sie hinausgeht. Es sind Momente der Vitalität, der Kraft, es ist das intuitive Entscheiden, welches das Überleben sichert, der Puls des Lebens, ausgedrückt durch Tanz und Musik. Getanzt wird »TRACES« von elf Tänzer*innen unterschiedlichen Alters. Die Musik wird von Marc Ribot und Trixie Whitely komponiert und live gespielt – ein Soundtrack, der für körperliche Energie, Intensität und Instinkte stehen soll.

Besetzung

Choreografie Wim Vandekeybus
Kreiert und getanzt von Alexandros Anastasiadis, Borna Babić, Maureen Bator, Davide Belotti, Pieter Desmet, Maria Kolegova, Kit King, Anna Karenina Lambrechts, Magdalena Oettl, Mufutau Yusuf
Probenassistenz German Jauregui, Flavio D’Andrea, Iñaki Azpillaga
Dramaturgie Erwin Jans
Musik Marc Ribot, Trixie Whitley, Shahzad Ismaily, Ben Perowsky, Daniel Mintseris
Kostüme Isabelle Lhoas
Szenografie Wim Vandekeybus, Tom de With
Lichtdesign Wim Vandekeybus, Francis Gahide
Produktion Ultima Vez
Ko-Produktion Europalia Romania, Concertgebouw Bruges, KVS Brussels, La Rose des Vents Villeneuve d'Ascq
Mit freundlicher Unterstützung Tax Shelter measure of the Belgian Federal Government, Casa Kafka Pictures Tax Shelter empowered by Belfius. Ultima Vez is supported by the Flemish Authorities & the Flemish Community Commission of the Brussels Capital Region.

Choreografie

Wim Vandekeybus

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Sa.: 11:00 - 18:00 Uhr

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