Das Triadische Ballett

BAYERISCHES JUNIOR BALLETT MÜNCHEN

Inhalt

Hundert Jahre Bauhaus feiert das Ensemble mit einem Erbe der klassischen Moderne – nämlich mit Oskar Schlemmers legendärem Werk »Das Triadische Ballett« in der Fassung von Gerhard Bohner aus dem Jahre 1977. Ivan Liška und Collen Scott, Originalbesetzung der Bohnerschen Rekonstruktion, haben das Werk 2014 mit den jungen Tänzer*innen neu einstudiert, um es der Welt wieder zugänglich zu machen.

Oskar Schlemmer, von 1925 bis 1929 Leiter der Bauhausbühne in Dessau, wollte seine malerische Vision auch auf der Bühne umsetzen und nannte das Konzept »Das Triadische Ballett« – die neue Einheit von Mensch, Raum und Figur. Er schuf 18 Bühnenkostüme, Figurinen aus Holz und Metall, die es den Tanzenden nicht erlauben, sich frei zu bewegen. Die Grundsätze Schlemmers bleiben dabei immer gleich: Raum, Form/Farbe und Bewegung sollen die Trias bilden. »Das Triadische Ballett« wurde Synonym der Bestrebungen der bildenden Künstler*innen um die Erneuerung und Annäherung der Künste zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

1977 wagte sich der Choreograf Gerhard Bohner an eine erste Rekonstruktion anhand des wenigen noch vorhandenen Originalmaterials. Er entwickelte Kostüme, die sich eng an den überlieferten Originalen von Schlemmer orientieren. Bohners Interesse galt der Auseinandersetzung mit den Kostümen und einer neuen Umsetzung von Bewegung im Raum. Seine Choreografie zur Musik von Hans-Joachim Hespos reiste Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre um die Welt und traf überall auf begeisterte Zuschauer.

Nun tourt das »Bayerische Junior Ballett« sehr erfolgreich mit diesem Jahrhundertwerk. Um die vielfältigen Talente der jungen Tänzer*innen der Kompanie zeigen zu können, werden sie noch eine neue Kreation präsentieren – ganz bestimmt in weni-ger dominierenden Kostümen.

Besetzung

Rekonstruktion und Choreografie Gerhard Bohner
Musik Hans-Joachim Hespos
Kostümrekonstruktion und Neufassung Ulrike Dietrich Auftragsproduktion Akademie der Künste, UA 1977

Choreografie

Gerhard Bohner

Pressestimmen

Das Ganze ist nicht nur amüsant, sondern vor allem sehr anmutig anzusehen. Es ist hier ein wahrlich wunderlicher Abend gelungen. Ein Abend fern jeder Zeit.
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