Dark Red

ROSAS

Inhalt

Eine Kooperation von KOLUMBA mit Tanz Köln im Rahmen der Ausstellung

»Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir«

 

Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, versteht sich als ästhetisches  Labor, in dem Präsentationsformate kontinuierlich reflektiert und experimentell umgesetzt werden. Bekannt geworden ist das Museum mit transhistorischen und medienübergreifenden Ausstellungen. Die Ausstellung Das kleine Spiel zwischen dem Ich und dem Mir holt den Tanz von der Bühne weg in den Aktionsraum des Museums, um die unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten der verschiedenen Kunstformen in Kontakt zu bringen und übergreifende Fragestellungen erlebbar zu machen: Wie kann man einen Körper wiedergeben? Welche Bedeutung hat eine spezifische Architektur im Unterschied zum Bühnenraum für die Entfaltung und Erfahrung von Körperlichkeit?

 

Als Auftakt und integraler Bestandteil der Ausstellung wird die belgische Choreografin und Tänzerin Anne Teresa De Keersmaeker über den Zeitraum von einer Woche während der regulären Öffnungszeiten ein eigens für diesen Ort realisiertes Stück zur Aufführung bringen. »Dark Red« schafft ausgehend von der Zahl 12 Raum für gegenseitige Inspiration: Ein Dodekaeder, der aus 12 regelmäßigen Fünfecken gebildet wird; die 12 Teile von Salvatore Sciarrinos »L’Opera Per Flauto«; 12 männliche Tänzer; die 12 Apostelbilder von El Greco.

Keersmaeker konzentriert sich in diesem Stück auf die moderne Wissenschaft. Im leeren Museumsgebäude mit seinen labyrinthartigen Räumen hört man Leibniz und Newton über Gravitation, über die Natur von Raum und Zeit und über den Binarismus der Dinge streiten. Die Stille der Räume wird in regelmäßigen Abständen durchbrochen durch die physische Klangfülle der »Opera per Flauto« des italienischen Komponisten Sciarrino, die mit ihren spezifischen Atemtechniken die Rückkehr des menschlichen Körpers aufzeigt. Da, wo sonst Kunstwerke die Räume bewohnen, kommen jetzt Körper von Tänzern ins Spiel, die die Logik von Mathematik und Geometrie sichtbar machen. Das Projekt betont gleichzei- tig die Beziehung des Körpers zur Natur, in all ihrer Zerbrechlichkeit und Demut. Das findet seinen Ausdruck in der choreografischen Interpretation von Albrecht Dürers »Melancholia I« als Abgrund, an dem sich die Unmöglichkeit der totalen Begreifbarkeit und Kontrolle der Natur zeigt. Die Einwirkung der Melancholie auf den Raum erzeugt einen Dialog mit dem Ort Kolumba, der durch das Zusammenspiel von architektonischen Fragmenten aus unter- schiedlichen Zeiten und dem Museumsbau von Peter Zumthor auf eine einzigartige Weise charakterisiert wird. Begleitet werden die Tänzer von 2 Musikern des ICTUS Ensemble.

 

14.-20. September, täglich 12:00-17:00 Uhr im Kolumba Museum.

Besetzung
Choreografie

Anne Teresa de Keersmaeker

Pressestimmen
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Mo. - Fr.: 10:00 - 18:00 Uhr
Sa.: 11:00 - 18:00 Uhr

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