LIGNA

Alejandro Ahmed

Der brasilianische Choreograf und Tänzer Alejandro Ahmed versteht Tanz als das Generieren und Bearbeiten von Ideen durch spezifische Körper. Im Rahmen der Entwicklung seiner Technik der körperlichen Wahrnehmung schlägt er auf der co-relationalen Trias Emergenz-Kohärenz-Ritual basierende Choreographien vor. Ahmed ist Choreograf und künstlerischer Leiter der Gruppe Cena 11 Cia. de Dança (Florianapolis/ Brasilien).

Edna Jaime

Die in Maputo geborene Tänzerin und Choreografin Edna Jaime begann ihre Karriere in traditionellem mosambikanischem Gesang und Tanz, aus welchem sie ihre hypnotisier- enden Mixturen zeitgenössischer Performance und Choreografie entwickelt. Jaime hat bei “Lady Lady” unter anderem mit den Künstlern Desiré Davids & Gaby Saranouffi zusammengearbeitet. Mit dem bildenden Künstler Ivan Barros hat sie kürzlich ihre erste Online-Performance “One Second” uraufgeführt.

Geumhyung Jeong

Die südkoreanische Künstlerin Geumhyung Jeong schafft choreografische Assemblagen mit selbstgebauten, roboterähnlichen Skulpturen, um die Beziehung zwischen menschlichen Körpern und den sie umgebenden Objekten zu hinterfragen. In einer Reihe von intimen Begegnungen und sinnlichen Interaktionen mit ihren selbstgebauten Partner*innen nutzt sie ihren Körper für die Kommunikation mit den Skulpturen und lenkt dabei die Aufmerksamkeit auch auf technische Aspekte des Theaters.

Eisa Jocson

Die Künstlerin und Choreografin Eisa Jocson verhandelt die komplexe Verflechtung von Geschlecht, Affektarbeit und Migration. Ausgehend von ihrer Ausbildung im klassischen Ballett- und Pole-Dance reicht ihre Forschung von Praktiken des ‘macho dance’ männlicher Tänzer in den Schwulenbars in ihrer Heimatstadt Manila bis hin zu Studien über Disney-Prinzessinnen. Jocson stellt einen Körper des Entertainments aus und entlarvt gleichzeitig das Kapital als treibende Kraft der Bewegungen.

Raquel Meseguer

Raquel Meseguer lebt und arbeitet als Tänzerin, Choreografin und Theaterschaffende in Bristol. Sie identifiziert sich als behindert und arbeitet mit den Prinzipien von ‘crip’ und ‘rest’ als Provokationen und kreative Impulse. Raquel ist die künstlerische Leiterin von Unchartered Collective, eine Lost Dog Associate Artist und eine Gastkünstlerin der Pervasive Media Studios. Ihre Arbeit wird von Unlimited und MAYK unterstützt.

Bebe Miller

Die in New York geborene Choreografin, Tänzerin und Performerin Bebe Miller tanzte sechs Jahre lang für Nina Wiener, bevor sie 1984 ihre eigene Company Bebe Miller Dance gründete. Ihre Arbeit, die sich auf den sich bewegenden Körper als Aufzeichnung von Gedanken, Erfahrung und Schönheit stützt, umfasst Choreografien, Texte, Filme, Videos und andere digitale Medien und ist bekannt für ihre Mischung aus athletischer Virtuosität und menschlicher Zerbrechlichkeit. Das neueste Projekt ihrer Company erforscht innovative Methoden zur Dokumentation und Archivierung tänzerischer Schaffensprozesse.

Maryam Bagheri Nesami

Von der Underground-Tanzszene Irans über das Auftreten als undisziplinierte Tänzerin außerhalb des Irans stellt Maryam Bagheri Nesami konventionelles Framing, homogenisierende Blicke, Kategorisierungen und reduktionistische Definitionen von Tanz und sich bewegenden Körpern in Frage. Ihre Praxis und Forschung konzentriert sich auf Inklusion, gewaltlosen Widerstand, strategische Verhandlungen und Mikropolitiken. Als Doktorandin an der University of Auckland ist ihre praxisorientierte Forschung mit Gender Studies, Nahost-Studien und Performance Studies verflochten.

Mitra Ziaei Kia

Mitra Ziaei ist Tänzerin, Choreografin, Regisseurin und Schauspielerin und lebt in Teheran. Ihre Arbeit mit physischem Theater richtete ihre Karriere neu an zeitgenössischen Tanz und Performance aus. In ihren jüngsten Arbeiten befragt sie verschiedene historische Momente und deren Bezug zu zeitgenössischen Realitäten. Kia ist Geschäftsführerin von Maha Dance Projects.

Mamela Nyamza

Mamela Nyamza ist eine südafrikanische Tänzerin, Choreografin, Lehrerin und Aktivistin. In ihrer Arbeit, in der sie traditionelle und zeitgenössische Techniken und Stile vermischt, verschränkt sie Aspekte ihrer persönlichen Biografie als schwarze, afrikanische, lesbische Mutter und ihre Auseinandersetzung mit sozialen Missständen. In der Verwobenheit traditioneller afrikanischer und spanischer Tänze mit dem Bewegungsvokabular von Jazz, Pantomime und Butoh entzieht sich Nyamzas Ästhetik einer Kategorisierung in ein abgeschlossenes Genre.

Bhenji Ra

Die in Sydney lebende Künstlerin Bhenji Ra ist in ihrer Praxis zutiefst von ihrer Identität als Trans-Person philippinischer Abstammung geprägt. Ihre interdisziplinären Arbeiten aus Tanzperformance und Video, in welchen sie sich kritisch mit Machtstrukturen und deren Auswirkungen auf Handlungsfähigkeit auseinandersetzt, schaffen soziale Räume der Inklusion. Ein ‘radikales Miteinander’ imaginiert eigenartige futuristische Landschaften sowohl in digitalen als auch in physischen Räumen. Ra ist Mitglied des House of Slé und Gründerin von Club Ate und Sissy Balls.

Nir Shauloff & Dana Yahalomi / Public Movement

Dana Yahalomi ist die Gründerin und künstlerische Leiterin, Nir Shauloff Mitglied des in Tel Aviv ansässigen Performance-Kollektivs Public Movement, das als kollektives Gremium für performative Forschung politische Aktionen im öffentlichen Raum untersucht und inszeniert. Durch groß angelegte Performances, kommunale Choreographien und geheime Rituale, die auf ortsspezifische Geschichte und Politik reagieren, provoziert das Kollektiv die Öffentlichkeit dazu, die Verteilung von Macht durch den Staat zu hinterfragen.

Nir Shauloffs Projekte bewegen sich an den medialen Übergängen von Theater und Performance. Den Ausgangspunkt bilden häufig Brechts Überlegungen zum Theater als gemeinschaftlicher, ergebnisoffener Modellversuch.

Melati Suryodarmo

Melati Suryodarmo ist eine indonesische Künstlerin und Performerin. Ausgebildet von der japanischen Butoh-Tänzerin Anzu Furukawa und der Performance-Künstlerin Marina Abramović, setzen ihre durational performances auf eine konzentrierte Intensität ohne narrative Strukturen. Mit dem Ziel, eine faktische Absurdität zwischen Körper und Umwelt zu schaffen, stößt Suryodarmo an ihre physischen Grenzen und nutzt ihre Aktionen, um dem Publikum tiefere emotionale Ebenen zu offenbaren.

Yuya Tsuahara + contact Gonzo

Der derzeit in Osaka lebende Tänzer und Choreograf Yuya Tsuahara arbeitet mit seinem Kollegen Masaru Kakio zusammen, mit dem er auch 2006 die Gruppe contact Gonzo gründete. Die Gruppe entwickelte einen insbesondere von körperlichen Praktiken wie Systema, einer dem Aikido nahestehenden russischen Kampfkunstform, beeinflussten Improvisationsstil. Neben Performances kreiert und stellt contact Gonzo Mixed-Media- Installationen aus. Tsukahara arbeitet auch als Solokünstler und kuratiert Performance- Programme für Festivals.

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0221.221 28 400 0221.221 28 400

Mo bis Fr 10 - 18 Uhr und Sa 11 - 18 Uhr