Jo Strømgren

Jo Strømgren („Mr. Stormbrain“), 1970 in Trondheim, Norwegen, geboren, erlebt eine typisch norwegische Kindheit, geprägt von wilder Natur, sozialdemokratischen Werten und gewalttätigen Trollmärchen. Aufgrund des Berufs seiner Eltern verbringt er zudem mehrere Jahre in tropischen Ländern. Diese frühe Mischung aus lokaler Identität und Globetrotter-Verwirrung wird bestimmend für seine berufliche Arbeit. Nach seinem Schulabschluss schwankt er zwischen den Studienfächern Chemie und Russisch. Ein Flamenco-Kurs in Madrid während eines Jahres als Austauschstudent weckt jedoch sein ernstes Interesse an darstellender Kunst. Strømgren schickt eine Bewerbung an das „National College of Ballet“ in Oslo, wird akzeptiert und seine Zukunft ist damit besiegelt. Als klassischer Balletttänzer ausgebildet, beginnt er eine Karriere im zeitgenössischen Tanz. Aufgrund einer Verletzung konzentriert er sich schließlich auf Choreografie und Theaterregie. Literarische Ambitionen entstehen und er beginnt auch in den Bereichen Bühnenbild und Lichtdesign kreativ zu werden. Erwähnenswert ist auch seine Arbeit beim Film vor und hinter der Kamera. Einer seiner Filme wird mit dem renommierten Rose d’Or Award ausgezeichnet. Als Choreograf wird Strømgren von diversen bedeutenden Kompanien und Theatern engagiert. Als Theaterregisseur arbeitet er hauptsächlich mit nationalen Theatern in der nordischen Region zusammen, allerdings auch in den USA, Deutschland und Russland. Als Dramatiker schreibt er eine lange Liste von Theaterstücken und Drehbüchern für Filme. Strømgren ist künstlerischer Leiter von Jo Strømgren Kompani und derzeit Haus-Choreograf beim norwegischen Nationalballett. Sein Werdegang umfasst mehr als 150 Produktionen, aufgeführt in 64 Ländern.

Jo Strømgren stützt seine Arbeit weder auf eine bestimmte Ideologie, noch hat er eine festgelegte Handschrift. Manche nennen ihn ein multidisziplinäres Genie, während andere ihn als bloßen Dilettanten abtun. In einigen Ländern gilt er als politischer Künstler, in anderenals bloßer Entertainer. Allen Werken gemeinsam ist eine insgesamt pessimistische und dennoch humanistische Sicht auf die Welt. Jede seiner Produktionen mag in Form, Ästhetik und Abstraktionen überzogen sein, die allgemeine Absicht ist jedoch ganz klar: Das deutlicheZeigen auf absolut trauriges menschliches Verhalten. Strømgrens Arbeit kann als furchtlos bezeichnet werden, unter dem Motto „Verkaufe das Fell, bevor du den Bären erschießt“. Perfektion war noch nie seine Tugend, noch hat er sich jemals durch lokale oder internationale Konventionen zurück gehalten. Dieser liberale Ansatz von Kreativität erlaubt seinen originären Ideen, sich frei zu entfalten.

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