And so you see … our honorable blue sky and ever enduring sun … can only be consumed slice by slice …

Robyn Orlin

Inhalt

Robyn Orlin war 2013 in Köln mit ihrem Stück »Beauty remained for just a moment then returned gently to her starting position« zu Gast, das mit viel Humor und wilder Dynamik den afrikanischen Umgang mit westlicher Kultur im alltäglichen Leben thematisiert. Auch in ihrem neuesten Werk beschäftigt sie sich wieder mit der komplexen Gegenwart ihres Landes.

Diesmal ist der Ausgangspunkt ein konkretes Datum: 2014 feiert Südafrika zwanzig Jahre »Freiheit und Demokratie«. Die ersten freien Wahlen für alle Menschen in Südafrika 1994 sind nach der langen Zeit der Apartheid so etwas wie ein Neubeginn. Alles scheint möglich, für jeden Einzelnen und für die gesamte Nation. Doch was anfangen mit der neuen Freiheit, mit Rassen- und Geschlechtergleichheit? Gegensätze brechen auf zwischen konservativen Ansichten und der neugierigen Entdeckung der eigenen afrikanischen Identität. Was bedeutet es, Weltbürger und gleichzeitig Südafrikaner zu sein, was bedeutet es, einen Universitätsabschluss zu besitzen und gleichzeitig an die afrikanische Religion und Medizin zu glauben, und was bedeutet es, traditionsbewusst und gleichzeitig homosexuell zu sein, in einer Gesellschaft, in der es eine tradierte gewalttätige Homophobie gibt?

Zusammen mit dem Tänzer Albert Silindokuhle Ibokwe Khoza zeigt Orlin ihrem Publikum die vielen Gegensätze in einer Figur vereint. Sein verspieltes Solo steht für alles, was der jungen, schwarzen Regenbogennation offen steht und für alles, was sie zugleich einengt und bedroht. Hier ist das junge Südafrika mit seinen Hoffnungen und auf dem alle Hoffnungen ruhen. Wird es die Spannung zwischen Altem und Neuem aushalten?

Besetzung

Konzept/Regie: Robyn Orlin
Tanz: Albert Silindokuhle Ibokwe Khoza
Kostüme: Marianne Fassler
Licht: Lais Foulc

Choreografie

Robyn Orlin

Pressestimmen

»Zwischen Europa und Afrika den Spieß einfach mal umdrehen. ›Mozart kolonisieren‹, nennt Robyn Orlin das. Und macht daraus eins der besten Soli seit Langem.«
THOMAS HAHN IN »TANZ« 11/2016

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Sa.: 11:00 - 18:00 Uhr

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