FLA.CO.MEN

Israel Galván

Inhalt

Dem Kölner Publikum ist Israel Galván durch sein politisches Stück über das Verhältnis zwischen »Zigeuner«-Romantik und Nationalsozialismus »Lo Real/Le Réel/The Real« bekannt, mit dem er 2013 in Madrid einen Skandal auslöst. Mit seinem Stück »fla.co.men«, das bereits in Paris, Wien, Japan und London stürmisch gefeiert wurde, gastiert er zwei Abende im Staatenhaus. Diesmal geht es jedoch weniger um Politik als vielmehr um den Flamenco selbst. Galván hat den traditionellen, zum Folkloretanz für Touristen und fast zum Klischee geronnenen Flamenco auf die ihm eigene Art erneuert und verjüngt ins 21. Jahrhundert geführt. Sein neues Werk zeigt die intensive Auseinandersetzung und Verfechtung des Flamenco-Tänzers mit einer eigenwilligen, virtuos gesungenen und instrumentierten Musik. Dafür braucht er keine Geschichte, sondern lediglich erstklassige Musik, Gesang und extremen Tanz in neuer Mischung.

In »fla.co.men«, einem Abend, den Galván selbst als Konzert bezeichnet, wird er von exzellenten Musikern begleitet. Humorvoll nimmt er – worauf schon der Titel verweist – den Flamenco auseinander, prüft seine Einzelteile und setzt ihn neu zusammen. In vollem Bewusstsein, das der Tanz die Sprache ist, in der er sich am besten ausdrücken kann, präsentiert Galván den Flamenco als eine Art der Bewegung, als einen Lebensstil, als eine Identität, in der er aufgeht wie ein Besessener. Dabei verzichtet er auf überflüssige Details wie Kastagnetten und konzentriert sich auf das gefährliche und berauschende Wesen des Flamencos.

Ob im Stehen, Sitzen, Liegen oder auf allen Vieren, Galván steht über den Dingen und spielt mit Zitaten, er bezieht die Musiker und das Publikum ein, überschreitet Grenzen. Er ist witzig, er ist überraschend, er hat Schwung, er hat Leidenschaft. Sein furioses tänzerisches Solo setzt die Zuschauer in Staunen und Begeisterung.

Besetzung

Regie, Choreografie und Tanz: Israel Galván
Musiker*innen: David Lagos, Tomás de Perrate, Eloisa Cantón, Caracafé, Proyecto Lorca (Juan Jiménez Alba, Antonio Moreno)

Choreografie
Pressestimmen

»His speed creates many moments of »What just happened?««
NEW YORK TIMES

»It’s an evening that screams avant garde.«
THE GUARDIAN

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Mo. - Fr.: 10:00 - 18:00 Uhr
Sa.: 11:00 - 18:00 Uhr

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